Startseite Aktuelles Reisen Galerie Positives Gästebuch Links Kontakt

 

Mein Praktikum in der
"Psychiatrie in St. Urban April 2006"

Wer bist Du?


Mein 1 Monatiges Praktikum begann an einem regnerischen trüben Tag, als ob es mir zeigen wollte wohin es mich nun für einige Zeit hingezogen hat. Eine ernste, düstere, kalte und zum Teil lieblose hoffnungslose Problematik, die gerne von der Medizin als gerechtfertigte Institution und einzig richtige Art der Therapie erachtet wird. In einfachen Worten ausgedrückt, eine langsame, oberflächliche und sehr festgefahrene Organisation, die seit vielen Jahren als einziges mit Bestimmtheit fertigbringt, dass immer mehr Menschen Krank werden und meist auch bleiben. Der Versuch den Menschen für alles ein Medikament zu verschreiben und aus vielen verschiedenen Nebenwirkungen diese Neuen Krankheiten zu erschaffen.



Die Wissenschaft erschafft ihr Wissen, damit sie sich Rechtfertigen kann um über alles andere was nicht so viel Geld zur Verfügung hat zu herrschen, oder wie wollen wir erklären, warum die Menschen immer mehr psychisch Krank werden.??

Gelassen und ohne Vorurteile begab ich mich an den Empfang der Klinik, bezog mein Zimmer und wandte mich dann am Nachmittag zu meiner Bezugs-Person auf einer offenen Abteilung. Etwas mulmig, was mich denn jetzt erwarten könnte horchte ich den Mitarbeitern so gut es ging zu und machte mir alsbald ein Bild eines Tagesablaufes in der Klinik.
Mein erster Tag war so ziemlich ein Beobachtungs-Tag bis in die frühen Abendstunden, dabei konnte ich sowohl die Insassen wie auch das Personal bei ihren Arbeiten begleiten und mich an die etwas andere Situation angewöhnen. Eigentlich war dies für mich nicht sonderlich schwer und ich war auch nicht überrascht alles Menschen zu treffen wie
"Du und Ich". Jeder mit seinem eigenen Problem, wie dies auch ausserhalb der Klinik anzutreffen ist. Der eigentliche Unterschied ist der, dass diese Menschen das Leben draussen in der Freiheit nicht mehr Selbstständig bewältigen können und zum Teil aus meiner Sicht auch nicht unbedingt wollen, oder aber sie wurden von unserer Gesellschaft oder aus ihrer eigener Wahl als Krank eingestuft. Bestimmt gibt es für alles oder jeden eine Krankheit und bestimmt deren psychischen, in einer Welt in der der Mensch nicht mehr als Mensch leben kann ohne dass er oder sie sich starken Repressalien des Lebens ausgeliefert vorkommt.

Enttäuschend was man erleben muss und trotzdem bleibt man lieber in den Händen von Macht und Abhängigkeit. Einmal in solchen Händen, wird man nicht allzu schnell wieder losgelassen - die Mühlen laufen langsam und es braucht viel Kraft, aus diesen Mühlen auch etwas Kraft spendendes zu Gewinnen um danach den Alltag wieder zu bewältigen. Viele Schicksale werden ihren Lauf in solchen Mühlen beenden ohne wirklich gelebt zu haben. Die Angst wird grösser und die Abhängigkeit nicht weniger, meist früher oder dann etwas später kommt man zurück. Tragisch aber eine Realität. Menschen die sich ihrem Schicksal ergeben werden nie ein eigenes Leben leben können.
Wenigen kann geholfen werden, aber trotzdem viele werden entlassen oder verlegt, selten darf jemand die menschliche Liebe und die Wahrheit erfahren. Die Angst regiert auch die Gesunden, man muss sich überlegen was man sagen will, es könnte einem Schaden, aber die Wahrheit die ich fühle darf jeder Erfahren. Mir bleibt der Respekt eines Menschen erhalten auch wenn ich ihn vielleicht verletzen muss aber niemals werde ich mich gegen mich selbst stellen! Die Absichten sind das Ausschlaggebende und Bestimmende und nicht die unbedeutenden Floskeln, die wir nicht von Herzen ernst meinen.

Viele gute Stunden konnte ich mit einigen Patienten und mit den Mitarbeitern der Abteilung verbringen, nicht immer waren wir derselben
Ansicht. Eines weiss ich jedoch bestimmt, einige werde ich in meinem Leben bestimmt wiedersehen, dann wenn sie bereit sind hinzuhören und hinzusehen. Gerne wäre ich geblieben und hätte einigen die Augen geöffnet, aber leider spielt auch hier die Macht und die Angst ihre Spiele. Jeder hat die Wahl ob er will oder nicht, jeder muss auch seinen Weg gehen, wenn er wirklich leben will.

Ich danke allen meinen Mitmenschen für das was ich von ihnen lernen darf und glaube daran, dass alles auch einen bestimmten Grund haben wird.
Ich wünsche die Kraft und die Liebe die jeder von uns braucht.

Markus Stäger


All diese Verbindlichkeiten wo uns das Leben nicht einfacher Gestalten, werden wir wohl oder übel überdenken müssen und daraus lernen. Wir wollen nicht hinsehen und uns endlich unserer Eigenverantwortlichkeit annehmen, denn wir haben schon viel zu viel eingesteckt in unsere Taschen und ändern nichts. Andere bestimmen schon längst unser Leben und wir laufen immer noch friedlich hinterher, - aus Angst unseren Wohlstand zu verlieren, - jedoch je mehr wir festhalten je mehr wird uns genommen und wir können ja bestimmt nichts dagegen tun... Durch Gesetz und Zwänge wird unsere Lebensfreude gebrochen und jeder kämpft gegen jeden damit ja nichts verändert werden muss. Nur es liegt in unseren Händen wann der Zeitpunkt kommt wo wir  nicht mehr Glauben werden was uns aufgetischt wird und die wenigen die an der Macht sind uns nicht mehr beherrschen.  Ein ewiges Rätsel warum können ein paar Menschen, all die anderen Unterdrücken und über sie bestimmen obwohl doch die Natur uns zeigt wer der mächtigere ist. Nehmen wir einen Regentropfen, einer kann nicht viel anrichten aber werden sie zu einem Verband und laufen zusammen, dann können sie jedes Machtwerk des Menschen besiegen. Es gibt viele andere solcher Beispiele.

Erinnern wir uns;
- Computer hilft den Papierverbrauch zu senken !?!
- Krankenkassenobligatorium hilft die Kosten im Griff zu halten !?!
- Versicherungen helfen Schaden zu begrenzen !?!
- Medikamente helfen Krankheiten zu lindern !?!
- Mehr Gewinn in den Geschäften hilft Arbeitsplätze zu sichern !?!
- Optimierung verhilft zu mehr Freizeit !?!
- Luxus verhilft zu mehr Zeit und Genuss !?!
- Schnelle Fahrzeuge verhilft zum Zeitgewinn !?!
- Freizeit hilft in der Beziehung !?!
- Flugzeuge verhelfen zu kulturellem, menschlichem Verständnis !?!
- Mehr Zeit fördert die Liebe zwischen Menschen !?!

Stellen wir uns mal diese Fragen kritisch und ihr werdet Antworten erhalten die nicht unbedingt fröhlich stimmen.

Nimm dir wieder einmal Zeit für Dich und mache dir deine Gedanken, denn nur so wirst du eines Tages bereit sein etwas zu verändern.

Zurück